Spielerschutz
Glücksspiel sollte nur zur Unterhaltung dienen – doch für manche Menschen entwickelt es sich zu einem ernsthaften Problem. Diese Seite informiert über Warnsignale, Selbstschutzmaßnahmen und kostenlose Hilfsangebote in Österreich.
Erkenne die ersten Warnzeichen
Problematisches Spielen verläuft oft schleichend. Achte auf folgende Signale bei dir selbst oder bei nahestehenden Personen: steigendes Unbehagen, wenn nicht gespielt wird; ständiges Denken an Glücksspiel oder die nächste Spielsession; der Wunsch, immer mehr Geld einzusetzen, um die gleiche Spannung zu erreichen; Versuche, das Spielen zu reduzieren oder zu kontrollieren, die wiederholt fehlschlagen; Lügen gegenüber Familie, Freunden oder Therapeuten über das Ausmaß des Spielens; Überreaktionen oder Gereiztheit beim Versuch, das Spielen einzuschränken.
Weitere Zeichen sind finanzielle Schwierigkeiten, fehlende Pünktlichkeit bei Verabredungen, Stimmungsschwankungen, Schlafprobleme und sozialer Rückzug. Viele Betroffene spielen, um negative Gefühle wie Angst, Schuldgefühle oder Traurigkeit zu vergessen.
Nutze Selbstschutzwerkzeuge
Operatoren von Online-Glücksspielen müssen in Österreich verschiedene Schutzinstrumente anbieten. Dazu gehören Limit-Funktionen – Sie können Ihre Tages-, Wochen- oder Monatsausgaben begrenzen und Einsatzlimits für einzelne Spiele setzen. Ein Selbstausschluss (Selbstausschluss) ermöglicht es Ihnen, sich freiwillig für einen bestimmten Zeitraum – von wenigen Wochen bis zur dauerhaften Sperrung – von allen teilnehmenden Plattformen auszu lockern.
Die Abkühlungsphase ermöglicht schnelle Atempausen: ab 24 Stunden können Sie Ihr Konto sofort sperren, ohne dass Sie sich anmelden oder einzahlen können. Manche Plattformen bieten zusätzlich Realitätschecks an – Benachrichtigungen, die Sie in regelmäßigen Abständen an die Spieldauer erinnern.
Hol dir professionelle Unterstützung
In Österreich gibt es spezialisierte Beratungsstellen, die kostenlos und anonym helfen:
- Spielsuchthilfe Wien: Beratung und Therapie für Betroffene und Angehörige, gegründet 1982 als einzige spezialisierte Institution dieser Art. Telefon: +43 1/544 13 57
- Pro mente Oberösterreich: Ambulanz für Spielsucht am Neuromed Campus des Kepler Universitätsspitals in Linz
- Weitere regionale Beratungsstellen: Das Bundesministerium für Finanzen listet zusätzliche Stellen auf, je nach Bundesland
- Anonyme Selbsthilfegruppen: Für den Austausch mit anderen Betroffenen
Die meisten Angebote sind vollständig kostenlos. Scheuen Sie sich nicht, um Hilfe zu bitten – professionelle Unterstützung ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zurück zur Kontrolle.